Organisation zur Umwandlung des Kinos

Chronik

Gründung und Geschichte

Der Verein Organisation zur Umwandlung des Kinos e.V. wurde vor 25 Jahren von ehemaligen Meisterschülern der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK Braunschweig), damals noch unter dem Namen Lichtblick e.V., gegründet und 1995 in Sector 16 e.V. umbenannt. Vor sechs  Jahren wurde die Namensänderung in Organisation zur Umwandlung des Kinos e.V. durchgeführt und im Vereinsregister des Amtsgerichts Hannover eingetragen, nachdem der Verein im Jahre 2008 eine Publikation veröffentlichte, die diesen Schritt eingeleitet hatte.



Vor 25 Jahren wurde der Filmverein von sieben Meisterschülern der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig gegründet, verfügt über eine lange Tradition in der Vermittlung von Film in der Bildendenden Kunst und stand damals mit am Anfang einer internatinalen Bemühung, von der Industrie unabhängige Filmwerkstätten zu gründen, von denen es mittlerweile 44 (Stand 2017) weltweit gibt.



"Erst in den 1990-er Jahren taucht die Idee, Labore zu gründen, wieder auf. Im Jahre 1990 sind es drei Studierende aus der Kunstschule Arnhem in den Nierderlanden, die es nicht zulassen konnten, dass ihre Schule das Filmmaterial gegen Video eintauscht. Diese Studierenden wollen weiterhin in Super-8 drehen. Sie übernehmen Geräte aus einem gerade schließenden Labor und gründen das "Studio Een". 1992 sind es Studierende in Braunschweig, welche in Hannover "Sector 16 e.V." gründeten. Dies ist der Ausgangspunkt einer ganzen Reihe von derartigen Einrichtungen in Europa." (Nicolas Rey - Die Dunkelkammern der Filmkünstler).


Nach der im Jahr 1992 erfolgten Gründung des gemeinnützigen Vereines unter dem Namen „Lichtblick e.V.", die als offene Filmwerkstatt sich für den unabhängigen Film einsetzte, lag der Schwerpunkt auf dem Erstellen von Experimentalfilmen.



Im Jahre 1995 wurde der Verein in Sector 16 e.V. umbenannt. Dieser Name war abgeleitet von der Sektorenblende, die sich im Inneren des Projektors oder der Kamera befindet. 2003 folgte dann die zweite Generation, wiederum Meisterschüler der HBK Braunschweig, die in der Folgezeit das Thema Film und Bewusstsein in den Mittelpunkt gestellt hat, wodurch die künstlerische Arbeit mit 16 mm - Film bereichert werden sollte. Über die - dank eigenem Labor - unabhängige 16 mm - Filmproduktion hinaus organisiert der Verein Veranstaltungen, wie z.B. Workshops, Symposien und Filmprogramme im Kino im Künstlerhaus oder im Sprengel-Kino Hannover und bildet jährlich etwa fünf Praktikanten aus.


Das Kolloquium für GEISTbewegenden Film markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg von Sector 16 e.V. zur "Organisation zur Umwandlung des Kinos" und bildet gleichzeitig den Abschluss der vierjährigen Filmreihe "Film und Bewußtsein". Vor dem zwanzigjährigen Bestehen, seit dem Jahr 2010, wurde der Filmverein schließlich in "Organisation zur Umformung des Kinos e.V." und nach dem Jubiläum endgültig in "Organisation zur Umwandlung des Kinos e.V." benannt. Der Name Sector 16 für das Labor und die Filmwerkstatt bleibt weiterhin bestehen.