Organisation zur Umwandlung des Kinos

Die Organisation zur Umwandlung des Kinos fördert die Filmwerkstatt Sector 16

Sector 16 kämpft für das Überleben des 16mm-Films sowie des Zelluloids überhaupt, da auch im Hinblick auf die Tendenz zur Digitalisierung der Filmsprache das Zelluloid qualitativ nichts an seinen kinematografischen Möglichkeiten eingebüßt hat - wenn nicht sogar die digitale Verdrängung des Zelluloids einen Verlust für die Filmsprache bedeutet. Der Auflösung des digitalen Formats nach wie vor überlegen ist das Spektrum der kinematografischen Möglichkeiten des Zelluloids aus Sicht des Sector 16 nicht nur hinsichtlich der Darstellung ästhetisch-formaler, sondern auch geistig-emotionaler Prozesse: Während digitale Aufnahmen in dokumentaristischen Filmen etwas positiv Realistisches bzw. Authentisches charakterisieren können, wirkt das digitale Filmbild insbesondere in nicht-dokumentaristischen Filmen - seien sie nun fiktional, experimentell oder essayistisch - aufgrund seiner verminderten Auflösung oft kühl und unpoetisch. Die Ästhetik des analogen Filmbildes andererseits spricht den Betrachter stärker geistig-emotional an.