Organisation zur Umwandlung des Kinos

Der Schmetterlingsjäger (2014)



Für den Film-Essay "Der Schmetterlingsjäger" von Harald Bergmann über den russischen Schriftsteller Vladimir Nabokov (1899-1977) hat Sector 16 ein Konzept zur Erstellung von Analogfilmmaterial erarbeitet, Kamera und Film ausgewählt und zur Verfügung gestellt. Die entstanden Aufnahmen wurden im eigenen Labor, das Negativ mit Ultrafine im Entwicklungstank und das Positiv von Hand im "Eimer" mit Dokumol entwickelt.

Ziel war es, dass das belichtete Material wie authentische Familienaufnahmen aus der Anfangszeit des Films aus dem Besitz der Familie Nabokov wirken und dementsprechende Spuren aufweisen sollte. Knapp zehn Minuten dieses Materials sind in die endgültige Fassung des Films eingegangen und wurde über den gesamten Film verteilt leitmotivisch eingesetzt.


Kritiken:


"Leitmotiv ist der Anfang von "Erinnerung, sprich", der das Leben als "kurzen Lichtspalt zwischen zwei Ewigkeiten des Dunkels" vorstellt. Eine Sentenz, die von Nabokokovs Sohn Dimitri in rhythmisiertem Englisch vorgetragen wird, visuell begleitet durch ein flackernd inszeniertes Home-Movie-Stück um die leere Wiege vor Vladimirs Geburt. Dieses Motiv rahmt den kongenial an Nahbokovs eigener fragmentarischer Arbeitsweise orientierten kunstvoll verblendeten Film."

EPD-Film


"Bereits in der Eingangssequenz werden wir mit alten schwarz-weiß-Aufnahmen konfrontiert, bei denen der philosophische Ansatz von Zeit gänzlich zur Geltung kommt."

Cineastic



"Dokumentarisch anmutende, aber akribisch inszenierte Home-Movies der Familie Nabokov..."

WAZ



"Beginnend mit der ersten Kindheitserinnerung Nabokovs vermischen sich unterschiedliche Filmelemente: Tolle Bebilderung von Nabokov-Texten (u.a. Ada oder Das Verlangen") mit wunderschönen Aufnahmen, die ebenfalls mit der Zeit und der Erinnerung spielen, fesselnd gelesen von seinem Sohn Dimitri Nabokov."

Filmtabs



"Allein schon ein kleines Kunstwerk ist dabei der wie ein hundertjähriger Fund eingespielte kurze SchwarzWeiß-Streifen..."

Der Tagesspiegel