Organisation zur Umwandlung des Kinos

Morgenröte im Aufgang (2015)


Der Görlitzer Mystiker und Visionär Jacob Böhme ist die unbekannteste, geheimnisvollste und zugleich einflussreichste Gestalt der deutschen Geistesgeschichte.

Sein mehrtausendseitiges Werk, ohne das die deutsche Romantik und die deutsche idealistische Philosophie undenbar wären, ist die Ausformulierung eines radikalen Christentums und der Entwurf einer reichen, bis heute in ihrer Tiefe nicht ausgeloteten Kosmologie, Anthropologie und Naturphilosophie.

Der Film bringt diesen bedeutenden Mann einem heutigen Publikum nahe und beleuchtet damit wesentliche geistige Fragen unserer Zeit.

MORGENRÖTE IM AUFGANG ist kein biographischer Dokumentarfilm mit Zeitkolorit, sondern ein Spielfilm, in dem Jacob Böhme, von einem Darsteller ikonographisch als "Der schreibende Mann" verkörpert, in seinen eigenen Worten zu uns spricht.

Alle Texte des Films gehen zurück auf die 1730 veröffentlichte Gesamtausgabe der Schriften Jacob Böhmes.


MORGENRÖTE IM AUFGANG entstand in Zusammenarbeit des Berliner NOOTHEATERs und der ORGANISATION ZUR UMWANDLUNG DES KINOS aus Hannover.

 

Auszeichnungen und Kritiken:

 

”Der Film MORGENRÖTE IM AUFGANG bringt uns auf "erstaunlich-wunderschöne Weise" (DER FREITAG) die Magie jener "Wundererscheinung in der Geschichte der Menschheit" (Schelling) des schlesischen Schusters Jacob Böhme nahe.

Kein Dokumentarfilm, kein Spielfilm, kein Essay, - eine eigen-artige filmische Verführung zur Erfahrung unserer zweiten Wirklichkeit.

Der Film, der ohne jegliche Unterstützung durch staatliche Filmförderung in vierjähriger Arbeit der Filmemacher entstanden ist, mag dem Zuschauer einiges abverlangen und er mag auch nur einem kleinen Publikum zugänglich sein, aber er ist von solcher Wahrheit, dass er auch noch in 100 Jahren und mehr, wenn alles andere nicht einmal dem Namen nach noch bekannt ist, nichts von seiner Strahlkraft verloren haben wird."

Deutscher Filmgeist-Preis 2016

 

"Mit handwerklich geschickten Mitteln stellt der Film den Zuschauern das Wesentliche, das Allem gleichzeitig gemeinsam Innewohnende, ohne Gottesschwulst und Eskapismus praktisch, sinnlich und direkt zum Einatmen bereit. Jacob Böhme wird zum Zeitgenossen. Damit gelingt das Ungeheuerliche, "in Zeiten wie diesen" den allgegenwärtigen ultra-orthodoxen Angstreligionen und eschatologischen Kriegstreibern das Herz zu bieten."

Rosa-Mars Filmpreis 2016

 

"Das ist kein Film für die Masse, aber, ein Film für die Ewigkeit."

Berliner Zeitung

 

"Die filmische Hommage an Jacob Böhme ist ein Ereignis! ... man ertappt sich selbst bei urplötzlichem Gottvertrauen, man erhofft und man erwünscht den allgemeinen und (noch besser) den privaten Trost. So jedenfalls - ganz ohne Ironie - wünschte ich mir menschlichen Beistand, falls ich ihn dann jemals richtig bräuchte, so in dieser Weise, ja, das wäre ideal."

DER FREITAG

 

"Die Bilder sind langandauernd, poetisch und lassen Luft an bedeutungsvolle Worte. Immer wieder ist die Natur zu sehen, enge Räume würden im wahrsten Sinne zu sehr "verengen" und damit Jacob Böhmes nicht gerecht."

Sächsische Zeitung

 

"Der Film gleicht eher einer musikalischen Komposition, er besteht im durchdachten Zusammenspiel von Sprache, Bild, Ton und Stille, das den Zuschauer dennoch zu einem Erlebnis führt: Wenn er sich  zu öffnen vermag, hat er am Ende eine mystische Erfahrung gemacht - oder zumindest eine Ahnung empfangen. Der Film mag in seiner Form experimentell sein, aber er hat für sein Thema eine ideale Umsetzung gefunden."

Berliner Zeitung

 

Ein geradezu hymnischer Film ist das, der meditativ verfasst ist und meditativ gesehen (und gehört) werden will. Zwar ist das Zeitalter des Materialismus sicher noch nicht zu Ende, doch fühlt es sich wie ein Vorbote des vorausgesagten Epochenwandels an, das heute ein Film wie dieser möglich ist."

Evolve, Winterthur

 

Pressematerial

 

Produktion: nootheater / Organisation zur Umwandlung des Kinos