Organisation zur Umwandlung des Kinos

Ronald Steckel: Geist, Film, Kunst

Ronald Steckel, geb. 1945 auf der Insel Sylt, lebt seit 1968 als Autor, Komponist und Regisseur in Berlin. Zu seinen Veröffententlichungen gehören Bücher, Essays, Kurzspielfilme, experimentelle Hörstücke, Radio-Features, Kompositionen für Theaterstücke und Filme, Klang-Installationen, Experimentalfilme Konzert-Performances und Theaterstücke. Ausgezeichnet 1986 mit dem Förderpreis der Akademie der Künste der Künste. Seine in den letzten Jahren realisierten HörStücke basieren häufig auf Originalaufnahmen, die er elektronisch bearbeitet. Seine Beziehung zu asiatischer Philosophie kennzeichnet den künstlerischen Duktus seiner oft meditativen Klangkompositionen. Die Einzellecture von Ronald Steckel wird ausgehend von dem "Utopie-Projekt" des nootheaters ein Bewusstseinspanorama ansteuern, das der Gegenwart und der Rolle des Einzelnen in der Gegenwart gewidmet sein wird.

Die grosse Utopie

Man beklagt seit dem Zusammenbruch des Kommunismus und dem Fall der Mauer, eigentlich seit Auschwitz und Hiroshima, den Verlust der Utopien. Das ist lächerlich. Schütteln wir schnell ein paar Utopien aus dem Ärmel - oder, noch einfacher: nehmen wir die, die ohnehin auf dem Tisch liegen: Eine Welt ohne Krieg. Eine Menschheit, die als Lenker und Bewahrer der ganzen Schöpfung agiert. Ein Planet, der nicht durch die zivilisatorische Mega-Maschine aufgefressen, vergiftet und asphaltiert wird. Eine Welt, in der die Menschenrechte überall geachtet werden. Eine Welt, in der nicht mehr weltweit 24 Kinder pro Minute sterben. Eine Welt, die keinen Hunger kennt und keine Gewalt gegen Kinder und Frauen. Nicht zu vergessen die eine, die grosse Utopie, die im Mittelpunkt aller uns historisch bekannten Utopien steht: diese Utopie sind wir selber, der Mensch und sein inneres Universum.

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