Organisation zur Umwandlung des Kinos

Werner Herzog - Fata Morgana

27.5.2008 Kino im Künstlerhaus

Fata Morgana Werner Herzog 35mm BRD 1970 79min.

Fata Morgana spielt in einer Wüste, die trotz all der wunderbaren Fahrtaufnahmen,dem Erfühlen der psychischen Texturen, der scheinbaren Illusion, wir wären in Afrika, eine archetypische, ewige Landschaft des Geistes aufbaut. Fata Morgana ist ein sardonischer, wehmütiger Kommentar auf den Menschen im Weltall; seine subtilen und halluzinatorischen Bilder werden von Texten begleitet, die den heiligen Schöpfungsmythen der guatemalischen Indianer des 16.Jahrhunderts und der deutschen Avantgarde von 1970 entnommen sind.

"Der Film spielt auf einer poetischen, visuellen Ebene, verzichtet auf eine eigentliche Handlung, verwendet aber sehr geschickt die Gegebenheiten der oberflächlichen Wirklichkeit (Wüstenlandschaften, Stacheldraht, Industrieabfälle, ihrer Umwelt entfremdete Eingeborene), um Tiefen auszuloten, die über Surrealismus und Metaphysik hinausgehen (Amos Vogel)."

Das Genre der Dokumentation, die Verwendung von "wirklichem" Material wird hier eingesetzt, um das Metaphysische jenseits des Sichtbaren zu erzeugen.